eclipso im Test der PSW-Group – Klartext

Erstellt am: 26. Januar 2017

Die PSW-Group, Anbieter von SSL-Zertifikaten, hat einen erneuten E-Mail-Anbieter-Test durchgeführt. Dabei wurden Freemail-Anbieter (so auch eclipso) und Anbieter von rein kostenpflichtigen Angeboten getestet und nach einem sehr undurchsichtigen System bewertet. Es wurden quasi Äpfel mit Birnen verglichen. Auffallend ist dass, wenn man sich die Testberichte durchliest, kostenlose Angebote im Gesamtergebnis schlechter abschneiden.

Im direkten Vergleich haben nicht immer Fakten, sondern subjektive Eindrücke der Tester/innen zu einem manchmal eher fragwürdigen Ergebnis geführt.

Beispielsweise wurde im Testbericht mit keinem Wort erwähnt, dass eclipso mit Abstand den meisten, kostenlosen Speicherplatz (Startvolumen 5 GB für E-Mails plus 5 GB für Fotos und Dateien) unter allen getesteten, deutschen Anbietern vorweist. Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass man als Kunde alle 180 Tage das Speichervolumen erneut um das Startvolumen upgraden kann – kostenlos! (Anm.: ist mittlerweile im Bericht korrigiert).

Auch in unseren kostenpflichtigen Tarifen, bieten wir mehr Speicherplatz (bei gleichem Preis) als viele Mitbewerber. Hier hätte eclipso eindeutig gepunktet. Das dieser Fakt weggelassen wurde, ist für uns nicht nachvollziehbar.  Unsere App für iOS und Android wird ebenfalls für nicht erwähnenswert gehalten.

Schon allein die Tatsache dass zum Test, wie selbstverständlich, ein Adblocker eingesetzt wurde, zeigt uns die Haltung und Einstellung des/der Tester/in bezügl. kostenlosen Angeboten. Warum wir den Einsatz von Adblockern nicht gutieren können, liegt in der Natur der Sache und sollte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein.

Nun zu einigen kritisierten Punkten, deren Wiedergabe im Test teilweise falsch ist und aus unserer Sicht schlampig recherchiert wurden – aber wir leben ja in postfaktischen Zeiten!

„Der Verpflichtung, auf Anordnung Daten weiterzugeben, entgegnet […] begeisternd: ohne Daten keine Herausgabe. Dass Inhalte durch eclipso gelöscht werden können oder deren Weiterverbreitung verhindert werden kann, zeigt, dass der Anbieter Einsicht in die Daten haben könnte.“

Wir haben und nehmen definitiv keine Einsicht in die Daten unserer Kunden. Wider besseren Wissens wird hier einfach eine Behauptung in den Raum gestellt. Im Gegensatz zu anderen Anbietern sind wir sehr transparent aufgestellt. Wir veröffentlichen beispielsweise seit 2014 jährlich unseren Transparenzbericht.

In Deutschland ansässige Anbieter können sich nicht der Rechtslage entziehen und sind zur behördlichen Auskunft verpflichtet – mit den Bestands- oder Verkehrsdaten, die eben gespeichert werden. Bei eclipso gibt es keine versteckten oder undurchsichtigen Klauseln und keine Gebührenfallen, wie bei vielen anderen Anbietern.

 

„Und dann können Sie mit einem „Geheimschlüssel“, der mindestens gigantische drei Zeichen lang sein soll, diesen tollen Passwortschutz aushebeln.

Das ist nicht korrekt. Hätten sich der/die Tester/in die Mühe gemacht, tatsächlich nur mit dem Secret-Key ein Passwort über das Kontakt-Formular anzufordern, wären sie (kläglich)  gescheitert. Statt dessen wird lieber eine platte Aussage getroffen, die auch noch der Unwahrheit entspricht.

Jede Anfrage diesbezüglich wird manuell geprüft. Treten bei dieser Prüfung Unstimmigkeiten auf, werden weitere Maßnahmen erforderlich. Bis zur Vergabe eines neuen Passwortes per Kontakt-Formular ist es ein beschwerlicher Weg, wenn man keine Alternative E-Mail-Adresse oder Handy-Nr. hinterlegt hat. Schließlich möchten wir und unsere Kunden nicht, dass Daten in falsche Hände geraten.

 

„Umfangreiche Einstellungen bei eclipso
Dass die Einstellungen in der linken Navigation alphabetisch und nicht logisch sortiert sind, verwirrt.

Darin entdecken wir den Menüpunkt „Verschlüsseln“ und danach eine Checkbox mit „standardmäßig aktivieren“.

Die alphabetische Sortierung hat sich als die logische und für unsere Kunden einfachste Variante heraus gestellt. Aber man kann auch kompliziert denken.

Wir gehen weiter davon aus, dass der/die Tester/in wohl ein wenig übermüdet beim Verfassen dieses Beitrags gewesen ist, denn den Menüpunkt „Verschlüsseln“ gibt es nicht in unserem Einstellungs-Menü.  Im Menü „Schlüsselbund“ hinterlegt man (wenn vorhanden) sein Zertifikat zur Verschlüsselung von E-Mails. Im Menü E-Mail -> E-Mail verfassen kann man per Checkbox „Verschlüsseln“ auswählen und erhält dann den genannten Hinweis, sofern man noch kein Zertifikat hinterlegt hat. Im Menü „Allgemein“ (und nicht „allgemeine Einstellungen“) legt man fest, ob man die Verschlüsselung standardmässig aktiviert.

 

„Punkt 7.1 lässt uns staunen: Möchten Sie Ihren kostenpflichtigen Account ordentlich kündigen, gibt es Rückerstattungen nur dann, wenn Ihr Guthaben 10 € übersteigt und ausschließlich durch Einzahlungen entstanden ist.“

Hier wird absichtlich ein falscher Sachverhalt dargestellt. Auszug unserer AGB:

7.1 Das Vertragsverhältnis wird auf unbestimmte Dauer geschlossen und kann von beiden Parteien ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist jederzeit beendet werden. Die Kündigung erfolgt durch Beendigung der Mitgliedschaft im Kundenmenü, durch den Nutzer selbst. Im Falle einer ordentlichen Kündigung wird ein Guthaben, sofern es EUR 10,00 übersteigt und alleine durch Einzahlungen auf das Creditkonto des Kunden entstanden ist, auf Verlangen des Nutzers erstattet. Zur Rückabwicklung vorhandenen Guthabens bei Kündigung wird eine Bearbeitungsgebühr i.H.v. 7,50 € erhoben.

Es geht hier lediglich um das evtl. vorhandende Guthaben (Credits) und nicht um den kostenpflichten Account. Die Buchung eines kostenpflichtigen Tarifes fällt nicht in die Kategorie „Guthaben“.

 

„Dass die Server ausschließlich hierzulande stehen, erfreut uns; eine konkrete Angabe über den oder die Orte würden uns aber noch mehr erfreuen.“

Technisch versiert, wie wir die Tester/in nun kennen gelernt haben, wäre es ein Leichtes gewesen, den Standort unserer Server herauszufinden. Aber wir sind ja nett und verraten deshalb gerne, dass unsere Server im Speedloc Datacenter in Görlitz zu Hause sind.

„Werbung ausblenden verboten“

Den Testern scheint es nicht in den Sinn zu kommen, dass man ein kostenloses Angebot nicht finanzieren kann, wenn man im Gegenzug nicht eine kleine Gegenleistung erhält. Bei uns wird eben Werbung eingeblendet, ein marktübliches Instrument.

Unser Fazit zu diesem „Test“:

Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, das ist auch völlig normal und daran arbeiten wir. Unsere Kunden wissen um die Vorzüge unserer Plattform, dies wird in vielen Kundengesprächen immer wieder deutlich. Was Tester/innen von uns erwarten oder nicht, ist wenig zielführend und für uns nicht relevant. Von Testern erwarten wir hingegen Objektivität und keine Zurschau-Stellung von subjektiven Eindrücken oder die Implizierung von Quasi-Standards.

eclipso ist eben anders. Wir wissen um unsere Stärken und auch um unsere Schwächen. Gerne stehen wir bei Bedarf den Verfassern des Tests persönlich Rede & Antwort.

Jedenfalls freuen wir uns schon auf die nächste Ausgabe und schmunzeln schon jetzt…

Ihr Claus-Peter Beringer & Team.

 

 

 

 

 




  


Eine Antwort - “eclipso im Test der PSW-Group – Klartext”

  1. 1

    ihr seid cool 🙂 Stieg damals von lavabit zu euch um, als die dicht machen mussten.

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